Eine neue Stufe – wie funktioniert das?

~ Bezeptur für die erfolgreiche Gründung einer Biberstufe ~
Eine neue Stufe – das hört sich anfangs vielleicht komisch an. Warum man sie gründen sollte? Ganz klar, sie öffnet neue Türen und bereichert die Gruppe. Durch das altersgerechte Programm – für Kinder von 5 bis 7 Jahren – bekommen endlich auch unsere Kleinsten die Möglichkeit, sich voll zu entfalten.

Mit diesem Erfolgsrezept …

… kann auch deine Gruppe eine Biberstufe eröffnen! Natürlich gibt es unterschiedliche Geschmäcker, und manchmal muss man ein Rezept auch anpassen, damit es in der eigenen Küche gelingt. Betrachte die Auflistung also als Anhaltspunkt, der dir einen Einblick in die Gründung einer neuen Stufe gibt. Erst, wenn man eine grundsätzliche Vorstellung des Projektes hat, kann man es gut umsetzen.

Und wer weiß – vielleicht fällt dir ja beim Lesen auf, dass du schon einige Zutaten zuhause hast! 😊

Drei Stück motivierte Leiter*innen

Am besten geeignet für den Anfang sind drei Personen, die bereits Leiterfahrung haben und sich gerne für längere Zeit mit der neuen Stufe beschäftigen möchten. Die Erfahrung, die in den ersten Jahren gesammelt wird, ist sehr wertvoll für die Zukunft und soll auf alle Fälle in die Planung der darauffolgenden Jahre miteinfließen. Das geht natürlich am einfachsten, wenn das Team sich nicht zu stark verändert.

Eine Handvoll Teamwork

Zusammenarbeit ist der Schlüssel jedes gelungenen Projekts. Eine neue Stufe erfordert gute Kommunikation zwischen der Gruppenleitung und den (zukünftigen) Biberleiter*innen. Beispielsweise kann die Gruppenleitung bei organisatorischen Aufgaben unterstützen, damit die Biberleiter*innen sich voll und ganz der Heimstundenplanung widmen können.

Zwei Teelöffel Werbung

Manche Eltern können es gar nicht erwarten, ihre Kinder endlich bei den Pfadfinder*innen zu sehen, insbesondere dann, wenn sie selbst Teil der Gruppe sind. Darüber hinaus kann Werbung dabei helfen, interessierte Kinder zu finden. Vergiss dabei nicht, dass auch die mündliche Weitergabe von Informationen eine Art von Werbung ist.

Ein Schuss Reflexions-Bereitschaft

Eine neue Stufe erfordert laufende Reflexion. Nicht alles wird immer perfekt klappen, und mit jeder Heimstunde lernt man dazu. Auch am Ende des Pfadijahres ist es notwendig, gemeinsam darüber nachzudenken, was gut oder eben nicht so gut funktioniert hat.

Eine Prise Optimismus

Vertraue darauf, dass es ausreichend interessierte Biber geben wird. Am Anfang ist es völlig normal, dass die Bibergruppe aus nur wenigen Kindern besteht. Aber auch unterm Jahr kommen Kinder dazu.

Ein gehäufter Esslöffel Jahres-Planung

Noch bevor mit den Biberheimstunden gestartet wird, sollte ein Jahresplan erstellt werden. Außerdem ist es mit einem messbaren und erreichbaren Ziel vor Augen deutlich einfacher, auf einem neuen Gebiet den Überblick zu behalten.

100g bestehende Ressourcen

Natürlich müsst ihr nicht alles selbst erfinden. Zum Beispiel bereits reflektierte Heimstundenplanungen oder Erzählungen anderer Biberleiter*innen können als Inspiration für das eigene Programm dienen. Auch die Artikel auf Infopedia ermöglichen einen Einblick in die Methoden der Biberstufe.

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