- Bettina Jaksch, JAM Red.
- JAM 72, JAM-Magazin
Erinnerungen am Pfadi-Weg und prägende Erlebnisse
~ Wenn du auf deine eigene Pfadizeit zurückblickst, dann kommen dir sicher auch gleich unzählige Erinnerungen in den Sinn. Aber welches Erlebnis hat dich am meisten geprägt und warum? Oder was ist dir in deiner Pfadizeit am meisten in Erinnerung geblieben? ~
Das habe ich Pfadis unterschiedlichen Alters aus verschiedenen Gruppen gefragt! Lies selbst, wie vielseitig die Antworten waren:
Michael
Vorchdorf, Elternratsobmann
Pfadi seit 39 Jahren
Für mich war der Woodbadge-Kurs besonders prägend, weil mich das, was ich dort erlebt habe, sowohl inhaltlich fasziniert als auch persönlich sehr gefordert hat, und das geschah in einer guten Gruppe, die mich gut aufgefangen hat, das war besonders.
Otto
Linz 2, Vize-Präsident
Pfadi seit 57 Jahren
Das Leben bei den Pfadfindern, das ich damals unfreiwillig durch meinen Vater begonnen habe, hat eigentlich meinen gesamten Werdegang menschlich, persönlich und auch wirtschaftlich geprägt. Ich habe hier all das gelernt und an Fähigkeiten angenommen, was ich in keinem vollbezahlten Management-Seminar bekommen hätte. Das sind Lebenswerte, die vermittelt werden – und diese sind es wert, weitergetragen zu werden.
Konny
Wels, Leiterin Biber & WiWö
Pfadi seit 11 Jahren
Meine prägendsten Erinnerungen habe ich an meine WiWö-Leiter:innen, wie sie mit mir umgegangen sind und wie sie ihre Ideen eingebracht haben. Das hat mich so sehr motiviert, dass ich nun selber aktiv als Leiterin wurde.
Paula
Hörsching, GuSp
Pfadi seit 4 Jahren
Meine Überstellung von den WiWö zu den GuSp war mein bisheriges Highlight bei den Pfadis. Toll fand ich, dass wir gemeinsam etwas erlebt haben und Dinge schaffen mussten, und das nicht alleine, sondern es haben alle zusammengeholfen. Dazu braucht man auch Einigung und Mut! Lager, Singkreis und Mutproben machen außerdem Spaß!
Josef Gruber
Wels, ehem. Präsident
Pfadi seit 61 Jahren
Als Zwölfjähriger durfte ich 1965 am internationalen Landeslager in Haslach teilnehmen und habe in Gesprächen mit Pfadfinder:innen aus Großbritannien und anderen Ländern und bei gemeinsamen Lagerfeuern sozusagen hautnah erleben können, was weltweite Verbundenheit bedeutet. Seither kann ich Kontakte und Austausch mit anderen Kulturen nur als bereichernd und keinesfalls als bedrohlich sehen und empfinden. Dafür bin ich zutiefst dankbar.
Markus
LHF, GL & RaRo-Begleiter
Pfadi seit 22 Jahren
Für mich persönlich sind die unzähligen kleinen Momente und Erinnerungen am bedeutsamsten, zum Beispiel wenn man merkt, dass man im Leben eines anderen Menschen etwas Positives bewirken kann, ein Danke von einem Jugendlichen, den man über viele Jahre begleitet hat, oder wenn man bei Problemen um Rat gefragt wird.
Oder wenn man selbst etwas fürs Leben lernt, das einem ohne die Pfadfinder:innen wahrscheinlich verschlossen geblieben wäre. Die Erkenntnis, dass man sich auch in schwierigen Situationen auf ein Netz von Menschen verlassen kann, die spontan zu Hilfe kommen, wenn es notwendig ist. Solche Momente ziehen sich wie ein roter Faden durch ein Pfadfinderleben und machen für mich das eigentlich Prägende aus.
Sophia
Gallneukirchen-Engerwitzdorf, WiWö-Leiterin und RaRo
Pfadi seit 11 Jahren
Mein schönstes Highlight war ein Sommerlager in Slowenien mit den CaEx. Da hat eine Freundin von mir am Meer ihr Versprechen gemacht, und das war echt schön. Das hat mir einfach richtig gezeigt, dass jede:r bei uns sein kann und dass jede:r gerne aufgenommen wird in unserer Gruppe. Das war für mich auch deswegen das schönste Lager, weil ich dort so viel Gemeinschaft erlebt habe! ich freue mich auf die weiteren Erlebnisse bei den Pfadis.
David
Linz 12, CaEx
Pfadi seit 8 Jahren
Mein Highlight bei den Pfadis war, als ich das Halstuch bekommen habe. Da ich schon seit meiner Geburt mit meinen Eltern bei den Pfadfinder:innen dabei war, habe ich mich so gefreut, als ich endlich selbst das Halstuch bekommen habe. Denn wenn man das Halstuch bekommt, dann gehört man offiziell dazu und ist Teil der Gemeinschaft.
Isabella
Leonding, CaEx
Pfadi seit 5 Jahren
Das prägendste Erlebnis war für mich das Sommerlager letztes Jahr. Da bin ich zum ersten Mal als CaEx auf Lager gefahren und da durften wir viel mitbestimmen und planen, wodurch wir das Lager noch einmal ganz anders erlebt haben. Wir sind dadurch eine richtig enge Gemeinschaft geworden und das macht richtig viel Spaß.
Lina
Langholzfeld, gerade zu den GuSp überstellt
Pfadi seit 4 Jahren
Besonders gut haben mir die Winterlager und Sommerlager gefallen. Die Erdbeerknödel am Sommerlager waren die besten, die ich jemals gegessen habe. Das Sitzen rund um die Feuerschale und das Knackergrillen habe ich auch in bester Erinnerung. Wir durften uns immer zu Halloween und im Fasching verkleiden – auch das fand ich toll. Aber am allerbesten waren meine Leiter:innen: Vali, Valu, Carina, Michi und Andi: Mit allen hatte ich immer viel Spaß und sie haben tolle Heimstunden vorbereitet. Besonders stolz bin ich auf meine Abzeichen und Sterne.
Valentin
Langholzfeld, WiWö-Leiter
Pfadi seit 16 Jahren
Ich kann kein einzelnes Erlebnis als am prägendsten deklarieren, weil mich sehr vieles bei den Pfadis geprägt hat und sicher noch prägen wird, aber ein Erlebnis ist mir besonders in Erinnerung geblieben, nämlich als alle gemeinsam am Home 2018 bei meinem Workshop einen sehr großen Banner gestaltet haben. Da haben alle, Jung und Alt, über die ganze Woche hinweg zusammengearbeitet.
Alexandra
einmal Pfadi, immer Pfadi –
seit 40 Jahren
Auf Lagern lernt man, unter freiem Himmel zu schlafen, eine Kochstelle zu bauen, Trinkwasser zu schätzen, nur das Notwendigste einzupacken, nicht aufzugeben, wenn es nicht beim ersten Mal klappt, und dass es in der Gruppe besser ist als allein. Daran erinnere ich mich gerne zurück. Heute probiere ich Dinge aus, bevor ich sage, sie nicht zu schaffen, und ich weiß, dass ich im Team immer die besten Ergebnisse erreiche.
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