Wenn eine:r eine Reise tut …

~ Pfadfinder:innen sind wahre Reiseprofis – sie marschieren stundenlang zu Fuß, kutschieren ihr Gepäck in übervollen Zügen durch die Gegend, treten tapfer in die Pedale oder schleppen stolz ein halbes Wohnzimmer im Rucksack mit. Aber was passiert eigentlich, wenn sie nicht im Lagerfeuer-Modus unterwegs sind? Buchen sie All-inclusive am Strand? Oder packen sie auch im Familienurlaub vorsichtshalber das Zelt ein? ~

Wir haben verschiedene Pfadfinder:innen befragt, wie sie privat verreisen, welche Abenteuer sie dabei erleben und was für sie das Besondere an ihrer Art des Reisens ist.

  1. Wenn du „Urlaub“ hörst – siehst du dich da eher mit Cocktail am Pool oder mit Isomatte im Zelt?

Definitiv eher mit Isomatte im Zelt, wobei ich nach diversen Lagern mit fragwürdiger hygienischer Grundsituation eine gescheite Dusche und ordentliche Klos mehr als zu schätzen weiß 🙂

  1. Was war die verrückteste oder ungewöhnlichste Art zu verreisen, die du je ausprobiert hast?

Ich fürchte, ich bin noch nicht besonders verrückt gereist. Zug, Bus, Flieger, Auto… alles dabei, aber bevorzugt mit Plan.

  1. Glaubst du, dass die Pfadi-Werte (Naturverbundenheit, einfaches Leben, …) auch deine privaten Urlaubsreisen beeinflussen?

Zumindest der Versuch, so gut wie möglich auf Fliegen und vermeidbares Autofahren zu verzichten, beeinflusst mich auf jeden Fall. Für mich gehört auch die Wahl „Apartment vor Hotel“ zu den Dingen, die ich aus meiner Pfadi-Jugend mitgenommen hab – egal wie viel Arbeit selber Kochen & Abwaschen ist, es ist weniger zach, als eine 1-cm-dicke Schicht eingebrannten Reis unter Lagerbedingungen aus einem Topf zu kratzen.

Sandra

  1. Wenn du „Urlaub“ hörst – siehst du dich da eher mit Cocktail am Pool oder mit Isomatte im Zelt?

Isomatte

  1. Was war die verrückteste oder ungewöhnlichste Art zu verreisen, die du je ausprobiert hast?

Hmm, gute Frage – da gibt’s so einiges – mit dem Zug durch Europa, mit dem Zelt durch Schweden, ein Roadtrip ohne Plan (und anfangs ohne Auto, was dazu geführt hat, dass wir zu Fuß über die Grenze von Kanada in die USA gegangen sind) in Amerika, und natürlich so unvergessliche Pfadi-Lager wie der erste Explorer Belt in Ungarn oder Roverway in Holland

  1. Glaubst du, dass die Pfadi-Werte (Naturverbundenheit, einfaches Leben, …) auch deine privaten Urlaubsreisen beeinflussen?

Definitiv! Ich versuche möglichst viel Natur einzubauen, Leute und Traditionen vor Ort kennenzulernen und achte auf möglichst klimaschonendes Reisen.

Carina (ohne Bild)

  1. Wenn du „Urlaub“ hörst – siehst du dich da eher mit Cocktail am Pool oder mit Isomatte im Zelt?

Beides kann ein toller Urlaub sein, wenn ich an meinen letzten denke, ist es aber die Isomatte im Zelt.

  1. Was war die verrückteste oder ungewöhnlichste Art zu verreisen, die du je ausprobiert hast?

Ich würde nicht sagen, dass ich schon einmal verrückt und/oder ungewöhnlich auf Urlaub gewesen bin. Für mich ungewohnt war eine Reise durch Österreich mit dem Dachzelt ohne Planung. Wir haben sehr spontan jeden Tag entschieden, wohin es als nächstes geht, meist da, wo das Wetter am schönsten war.

  1. Glaubst du, dass die Pfadi-Werte (Naturverbundenheit, einfaches Leben, …) auch deine privaten Urlaubsreisen beeinflussen?

Die Werte der Pfadfinder haben mich auf jeden Fall geprägt. Die privaten Urlaubsreisen haben sie jedoch nicht stark beeinflusst. Das hängt eher davon ab, welchen Teil der Welt ich sehen möchte. Ich mag Abwechslung und daher variiert der Urlaub vom bodenständigen Zelt bis zum 4-Sterne-Hotel.

Beatrix

  1. Wenn du „Urlaub“ hörst – siehst du dich da eher mit Cocktail am Pool oder mit Isomatte im Zelt?

Urlaub hat für mich immer etwas mit Abenteuer zu tun. Ich mag die Einfachheit von Natur, Isomatte und Zelt und ich genieße die Vorzüge von Hotel mit Pool gleichermaßen. Bin da quasi unentschlossen.

  1. Was war die verrückteste oder ungewöhnlichste Art zu verreisen, die du je ausprobiert hast?

Die letzten Sommerurlaube haben wir (meine Familie und ich) immer Haus / Leben getauscht. D.h. wir wohnten im Haus einer fremden Familie, kümmerten uns dort um Haustiere, Garten und Co und diese Familie wohnte bei uns und nutzte unser Haus / unseren Garten…. Wir trafen uns nie. Das waren immer sehr inspirierende Reisen, die wir genossen.

  1. Glaubst du, dass die Pfadi-Werte (Naturverbundenheit, einfaches Leben, …) auch deine privaten Urlaubsreisen beeinflussen?

Natürlich. Pfadfinder sein beeinflusst jede Phase meines Lebens. Naturverbundenheit, Abenteuerlust, Gemeinschaft…  sind mir wichtig.

Jürgen

  1. Wenn du „Urlaub“ hörst – siehst du dich da eher mit Cocktail am Pool oder mit Isomatte im Zelt?

Mein perfekter Urlaubscocktail ist die Isomatte im Zelt, gemeinsam mit Freunden am Lagerfeuer bei Gitarrenmusik.

  1. Was war die verrückteste oder ungewöhnlichste Art zu verreisen, die du je ausprobiert hast?

Wirklich ungewöhnliche Reisen liegen mir nicht, die Mischung aus Pfadilager, Segeln und Urlaub in Österreich ist für mich perfekt.

  1. Glaubst du, dass die Pfadi-Werte (Naturverbundenheit, einfaches Leben, …) auch deine privaten Urlaubsreisen beeinflussen?

Auf jeden Fall, ohne Pfadfinder wäre ich nie zum Campen gekommen.

Daniel

  1. Wenn du „Urlaub“ hörst – siehst du dich da eher mit Cocktail am Pool oder mit Isomatte im Zelt?

Wenn ich zwischen den beiden Alternativen wählen muss, dann wähle ich tatsächlich die Isomatte und das Zelt. Ich bin keine Wasserratte, die Liegen am Pool sind selten gemütlich und meistens wird es schnell langweilig. Wenn schon Wasser, dann wäre mir eine abgelegene Bucht mit Sandstrand wohl die liebste Wahl. Die schönsten Urlaube waren aber immer Rundreisen – abwechselnd im Zelt oder in einer Unterkunft, mit einer guten Mischung aus Sightseeing, Wanderungen, vielen kulturellen Eindrücken und dem Kontakt mit den ansässigen Leuten.

  1. Was war die verrückteste oder ungewöhnlichste Art zu verreisen, die du je ausprobiert hast?

Richtig Verrücktes war wohl nie dabei. Ich bin bisher eher klassisch mit Auto, Zug oder Schiff gereist. Das Verrückteste war wohl eine Nacht am Helikopterlandeplatz einer Autofähre von Split nach Krk im Schlafsack zu meiner RaRo-Zeit. Am nächsten Tag hatte alles einen leichten Mief nach „Schweröl“.

  1. Glaubst du, dass die Pfadi-Werte (Naturverbundenheit, einfaches Leben, …) auch deine privaten Urlaubsreisen beeinflussen?

Ja definitiv, ich liebe die Natur und bin gerne dort unterwegs. Um meinen CO2-Fußabdruck gering zu halten, vermeide ich lange Flugreisen und versuche, wenn immer möglich, den Nachtzug zu wählen. Auch bei Dienstreisen versuche ich, wenn möglich, die klimaschonende Variante zu wählen.

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